Bauherr
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Masterplan UKE
Auftraggeber
BAM Deutschland AG
Architekten
Von Gerkan, Marg und Partner
Bauaufgabe
Das von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner entworfene Forschungsgebäude des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ist im Grundriss als H-Typ angelegt. Auf diese Weise konnte das fünfgeschossige Gebäude die historische Krankenhausachse wieder aufnehmen. Das zweizügige Bauwerk mit Labor- und Bürobereichen auf den Längsseiten samt zugehörigen gemeinsam genutzten Nebenräumen im Dunkelbereich der Labore weist eine Flachdachkonstruktion auf. Diese kragt im äußeren Bereich der Innenhöfe aus und vermittelt damit eine einladende Geste.
Bislang waren im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) die Forschungslaborflächen auf insgesamt 71 Gebäude verteilt. Die räumliche Zusammenführung der verschiedenen Projekte lässt auf methodische und inhaltliche Synergien hoffen, die der Forschung positive Impulse vermitteln werden.
Zudem ergibt sich ein großes Einsparpotenzial bei den laufenden Betriebskosten.
In den fünf Geschossen des Neubaus wurden Standardmodule von Laboreinheiten mit insgesamt drei verschiedenen Labortypen untergebracht. Es entstanden 90 Laboreinheiten mit Abzug für biochemische, molekularbiologische und/oder zellbiologische Arbeiten der Sicherheitsstufe 1, 45 Laboreinheiten ohne Abzug für zellbiologische Arbeiten der Sicherheitsstufe 1 sowie drei Laboreinheiten zur Arbeit mit Isotopen der Sicherheitsstufe 2. Jedes Standardmodul mit jeweils bis zu sechs Arbeitsplätzen umfasst zwei Laborräume auf 80 m², einen Geräte- und einen Büroraum. Die Modulanordnung ermöglicht die flexible Nutzung der Laboreinheiten für zeitlich begrenzte Forschungsvorhaben.
Die Gesamtnutzfläche, die sowohl grundlagenorientierter, als auch krankheitsorientierter Forschung dient, beträgt 11.000 m².
Großzügige Glasfassaden öffnen sich zu beiden Innenhöfen, die Ziegelfassade korrespondiert mit dem benachbarten, historischen Schumacher-Bau der Pathologie.
Für die Baugrube wurden 1200 Lkw-Ladungen Sand abtransportiert. Für die Sohle wurden 2500 m³ Beton und rund 400 Tonnen Bewehrungsstahl benötigt. Für das gesamte Bauwerk wurden insgesamt 2000 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet. In Spitzenzeiten waren bis zu 300 Personen auf der Baustelle beschäftigt.
Planungsleistungen
HRP übernahm die Entwurfsplanung der ca. 10m auskragenden Flugdächer, die Ergänzung der Genehmigungsplanung sowie die gesamte Ausführungsplanung.
Daten
| Bauwerk | Neubau eines Labor- und Forschungsgebäudes |
| BRI | etwa 88.300 m³ |
| Nutzfläche | 11.000 m² |
| Baubeginn | 06/2005 |
| Fertigstellung |
03/2007 |
| Baukosten | Etwa 25 Millionen Euro |
Informationen im Web
Projektbeschreibung auf der Homepage des Architekturbüros
Meldung über das Richtfest auf baunetz.de
Meldung über die Grundsteinlegung auf baunetz.de
Podcast-Trilogie: Ein Tempel für die Lehre aus podcampus.de
Pressemitteilung vom 22. März 2007, uke.de