Errichtung zweier Brückenbauwerke im Zuge des Umbaus der Saarlandstraße

Bauherr

Stadt Heilbronn

 

Auftraggeber

Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, Bauunternehmung, Zweigstelle Öhringen

 

Bauaufgabe 

Die Stadt Heilbronn beabsichtigt, die bestehende Saarlandstraße auszubauen und diese in Richtung Westen bis zum Anschluss an die B 239 zu verlängern.

 

Die Kosten des gesamten Vorhabens belaufen sich auf etwa 45 Millionen Euro.

 

Die Gesamtmaßnahme ist in drei Bauabschnitte gegliedert:

  • der erste Bauabschnitt umfasst den Umbau des Saarlandkreisels mit planfreien Anschlüssen an die Neckartalstraße, dem Anschluss an die Peter-Bruckmann-Brücke und der Saarlandstraße bis zur Römerstraße.
  • Bauabschnitt 2 reicht bis zur Kreuzung Heidelberger/Saarbrückener Straße,
  • Bauabschnitt 3 stellt als Neubau den Anschluss an die B 239 her.

 

Da die vorhandenen Brücken des Saarlandkreisels aufgrund ihrer beschränkten Fahrbahnbreiten nicht in der Lage waren, dem zukünftigen Verkehrsfluss gerecht zu werden, und deren geringer Restnutzungsdauer, entschied sich die Stadt für einen Abbruch des Bestandes und einen Neubau beider Brückenbauwerke.

 

Beim Neubau wird die Kreisfahrbahn von zwei auf drei Fahrstreifen verbreitert und die Leistungsfähigkeit der Rampen zu und von der Neckartalstraße mittels teilweiser Verbreiterung erhöht . Die Südwestrampe wird vollständig umgebaut. Die Abwicklung des Verkehrs während der Bauzeit wird mit Hilfe einer Behelfsbrücke bewerkstelligt.

 

Die Achsen der beiden Brückenbauwerke (Nord und Süd) liegen in Kreisbögen mit Radien von 106,5 bzw. 104 Metern. Die nutzbare Breite zwischen den Geländern beläuft sich auf jeweils 16 Meter. Mit Längen von etwa 34,2 Meter im Bogen ergibt sich für die Brückenfläche der beiden Bauwerke eine Fläche von insgesamt etwa 1090 m².

 

In Längsrichtung handelt es sich bei den Brücken um Einfeldrahmen mit Stützweiten von etwa 32 Meter. Die Überbauten sind in Stahlverbundweise vorgesehen. Die Gründung der massiven Widerlager erfolgt auf Ortbetonpfählen.

 

Innerhalb der Ausführungsplanung wurde die bauseitige Lösung hinsichtlich des Überbaus wie folgt optimiert:

  • das Gewicht der Stahlkonstruktion konnte durch einen geänderten Herstellvorgang von etwa 220 Tonnen auf 140 Tonnen reduziert werden,
  • die 0,4 Meter dicke Betonplatte des Verbundüberbaus wurde mit Fertigteilen erstellt und durch Ortbeton ergänzt.

 

Planungsleistungen

Holzapfel, Rüdt & Partner erstellte die Genehmigungs- und Ausführungsplanung der Brückenbauwerke einschließlich deren Optimierung und die Planung der Verbauten mit Auflagerung der Hilfsbrücke.


Daten (jeweils Brücke Nord und Süd)

Überführt Saarlandstraße
Unterführt Neckartalstraße
Bauweise Einfeldrahmen; Verbundbauweise; Pfahlgründung
Breite 16  m
Stützweite 34,2 m
Lichte Höhe ≥ 4.85 m

Konstruktions-  
höhe

0.90 m im Feld, 

1.75 m für Voute am Auflager

Brückenfläche

545 m²

Baukosten

€ 1.5 Mio. (brutto)

Baubeginn

07/2009 (Süd) und 04/2010 (Nord)

Fertigstellung   

01/2010 (Süd) und 11/2011 (Nord)


Informationen im Web

Abriss der alten Brückenbauwerke:

http://www.ser-gmbh.net/Fotoarchiv/Album_Saarlandkreisel_27.03.2010/album/index.html

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